Walter HalberstadtBericht von Walter Halberstadt

Diakon und Leiter der Diakoniestation von 1981 bis 2000

Entstehung der Diakonie-
und Sozialstation Innenstadt / St. Pauli

In den Jahren 1979 – 1980 fanden erste Verhandlungen mit den jeweiligen Kirchengemeinden und Wohlfahrtsverbänden im Stadtteil statt, mit dem Ziel in gemeinsamer Trägerschaft eine Sozialstation zu gründen wie sie von der Stadt vorgesehen waren und von den Spitzenverbänden der Wohlfahrtspflege unterstützt wurden.

Grundsätzliche Ängste der Zusammenarbeit, der Verlust des eigenen Profils, Fragen nach Leitung und Geschäftsführung wurden lange diskutiert und immer wieder vertagt, da die Teilnehmer  an den regelmäßigen Gesprächen keine Entscheidungskompetenz hatten. Es zeigte sich, dass das Zusammenarbeiten noch eingeübt werden musste.

Im Sommer 1981 beschlossen die Kirchengemeinden St. Michaelis, St. Pauli-Süd und die Gnadenkirche in St. Pauli-Nord eine Diakoniestation zu gründen.

Am 01. Oktober 1981 ging es offiziell los. In den Kirchengemeinden waren für die ambulante Krankenpflege Gemeindeschwestern tätig. Diese Pflegedienste waren für den Patienten kostenlos und in ihrer Arbeit und der Dienstgestaltung waren die Schwestern eigenverantwortlich.

Meine Aufgabe bestand zunächst darin, die Arbeiten in den einzelnen Kirchengemeinden zu koordinieren. Ein weiterer wesentlicher Schritt war es dafür zu sorgen, dass die erbrachten Leistungen abrechenbar waren. Denn die Krankenkassen hatten Regelungen ausgehandelt, dass durch die ambulante Krankenpflege die Liegezeiten in den Krankenhäusern verkürzt oder aber ganz vermieden werden konnten.


„Einsamkeit ist das Schlimmste“

Hier finden Sie einen Bericht „Einsamkeit ist das Schlimmste“ aus der Zeit Anfang der 80ger Jahre von einem Zivildienstleistenden über die Arbeit mit den „Alten“ auf dem Kiez.